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Erektionsstörung – Ursachen und Behandlung des Problems!

Eine Erektionsstörung – oder medizinisch etwas genauer ausgedrückt – eine erektile Dysfunktion, ist etwas, was kein Mann auf der ganzen Welt haben und sich dessen rühmen möchte. Trotzdem muss man darüber sprechen, trotzdem sollten Männer – und Frauen auch – darüber Bescheid wissen, denn schließlich sind rein statistisch gesehen eine Menge Männer davon betroffen. Mehr als man denkt und mehr, als das jemals zugeben würden jedenfalls. In diesem Artikel besprechen wir nun die Ursachen und Behandlungsmethoden!

Mann und Frau im Bett

10 Prozent der 40 bis 50-jährigen Männer kämpfen mit der Störung ihrer Erektion. Ab dem sechzigsten Lebensjahr ist es sogar schon jeder dritte. Und das sind nur die statistisch erfassten Betroffenen, die Dunkelziffer ist weit höher. Wer spricht schon gerne offen darüber, und sei es nur für eine anonyme Statistik? Und kaum einer kann damit leben. Denn als Mann möchte man immer können, als Mann muss man immer können! Ein Mann ist nur ein ganzer Mann, wenn er immer seinen Mann steht beziehungsweise stehen kann. Aber….

Wie gesagt: das Problem haben mehr Männer, als man meinen möchte. Und es hat oft noch nicht einmal etwas mit dem Alter zu tun. Schön wär´s. Dann könnte man sich als Mann einfach darauf einstellen. Von 15 bis 30 hat man holzharte Erektionen, die stundenlang anhalten. Von 30 bis 40 hat man diese, wenn man Glück hat. Und danach nur noch durch Zufall. Wenn das so einfach wäre, wäre es ebenso einfach damit umzugehen. Aber manche Männer haben mit 80 noch regelmäßige Erektionen wie ein pubertierender Zuchtstier. Und andere haben mit Mitte Zwanzig echte Probleme damit. Aber warum? Wo liegt da der Hase im Pfeffer? Oder anders ausgedrückt: was tut Mann, wenn er keinen mehr hochkriegt?

Ursachen von Erektionsproblemen

Vor allem in jungen Jahren ist eine erektile Dysfunktion meistens – fast immer – der eigenen Psyche geschuldet. Aber die Psyche ist komplex und da den oder die Gründe für eine Erektionsstörung auszumachen ist als Laie fast unmöglich. Bevor wir hier ein wenig tiefer graben, sollte man sich als Betroffener darüber im Klaren sein, dass man sich nicht selber therapieren kann. Ernsthaft: wer als 20-jähriger auch bei einem Porno keinen mehr hoch bekommt, braucht professionelle Hilfe und nicht nur ein paar gutgemeinte Ratschläge aus dem Internet. Aber versuchen wir es hier trotzdem einmal zu untersuchen, warum und weshalb man als junger Mann eventuell eine erektile Dysfunktion hat.

Psychische Ursachen

Stress: der Killer Nummer eins für die Libido (die Libido ist der Sexualtrieb und das Verlangen – und sei es nur unbewusst – sich fortzupflanzen. Wer mehr erfahren will, der lese Freuds Werke diesbezüglich). Wer sich den ganzen Tag mit Statistiken über Geld, den Sorgen anderer, dem Abbezahlen des Reihenhauses oder den eigenen Unzulänglichkeiten beschäftigt, dessen Kopf ist so sehr beschäftigt, dass auch beim besten Willen kein Gedanke mehr an Sex Platz hat. Stress ist wider der menschlichen Natur. Für ein erfolgreiches Sexualleben braucht der Mann immer ein wenig freien Arbeitsspeicher im Gehirn. Dafür muss man sorgen. Das Schlüsselwort hier ist: Entschleunigung.

Stress entsteht auch, wenn man als junger Mann mal eine erektile Dysfunktion hatte. Wer einmal eine schöne Frau im Bett hat und aus unerfindlichen Gründen keine Erektion bekommt – oder anders ausgedrückt: wer seine geile Frau nicht befriedigen kann – macht sich automatisch selber Probleme, wo vielleicht keine sind. Man macht sich Stress, weil man vor lauter Alltagsstress einmal ein Problem mit der Erektion hat. Das verselbstständigt sich dann. Man denkt darüber nach, denkt darüber nach, was die unbefriedigte Frau darüber denkt und so weiter. So entsteht Stress. Welchen man sich nicht machen muss. Wie schon viele Frauen gesagt haben: das passiert vielen Männern schon mal. Und dem ist auch so. Das kann schon mal vorkommen und ist kein Grund, sich und seine Potenz generell in Frage zu stellen.

Organische Ursachen

Wer keinen Stress hat, jung oder mittleren Alters ist und regelmäßig Probleme mit seiner Erektion hat, der hat wahrscheinlich ein physisches Problem. Regelmäßig heißt laut der Medizin übrigens: wer ein Mal von drei Mal keine Erektion bekommt, hat ein statistisches Problem, welches eventuell behandelt werden muss. Die rein körperlichen Ursachen hier sind:

Verkalkung der Gefäße

Das kann schon in relativ jungen Jahren um die 40 vorkommen. Wer viel raucht, trinkt, Fast Food isst und einfach ungesund lebt, hat eine gute Chance, verfrüht impotent zu werden. Wobei impotent das falsche Wort ist, weil es eigentlich meint, dass man nicht zeugen kann. Aber wer so ungesund lebt, hat gute Chancen, beides zu sein: erektil dysfunktional UND impotent. Die kleinen Blutgefäße, welche zum Beispiel das Blut in den Penis leiten, sind durch Ablagerungen verstopft, da eine schlechte Lebensweise dies begünstigt. Kein Blutfluss in den Penis, keine Erektion. So einfach ist das.

Genetische Disposition

Nur sehr seltenen Fällen liegt auch einfach eine genetische Disposition vor. Dann ist man einfach mit verengten Gefäßen geboren und der Penis wird einfach nicht genug mit Blut versorgt. Das ist aber sehr selten und die Betroffenen haben weit größere Probleme als nur eine erektile Dysfunktion. Wer generell ein Problem mit den Gefäßen hat, leidet unter Herzinsuffinziens, Migräne, Kälteempfindlichkeit in den Extremitäten und vielem mehr. Eine ordentliche Erektion ist dann das kleinste Problem.

Behandlung von Erektionsstörungen

Was tun, wenn Mann keinen mehr hochkriegt? Wer keine ordentliche Erektion mehr bekommt, will es umso mehr. Er will es beweisen, dass es noch geht, er will alle Frauen dieser Welt befriedigen, wie er noch nie eine befriedigt hat. Aber wie, wenn er rüttelt und schüttelt und nichts reckt sich mehr stolz empor? Das Problem beheben! Aber wie?

Psychotherapie

Wenn keine organische Störung vorliegt, sollte man unbedingt eine Psychotherapie in Betracht ziehen. Das ist ein recht komplexer Vorgang, ist aber oft die einzige Möglichkeit. Selber therapieren kann man sich leider nicht, da kann man sich so gut selbst zureden, wie man will. Das kann ein Profi einfach besser. Regel Nummer eins ist hier: sich eingestehen, dass man ein Problem mit der Erektion hat. Schritt zwei: einen Therapeuten suchen, dem man sich gerne anvertraut und der kompetent ist. Schritt drei: darüber sprechen und das Problem entsprechend der Disposition behandeln.

Lebensweise ändern

Ist das Problem der Körperlichkeit geschuldet, sollte der erste Schritt immer der sein, seine Lebensweise einmal zu überdenken. Meistens reicht es schon, gesünder zu essen, ein wenig Sport zu betreiben und anstatt den Aufzug, die Treppe zu benutzen. Geheimtipp: Joggen! Das erweitert die Gefäße und regt außerdem die Libido an, weil es Botenstoffe im Gehirn freisetzt, die die Lust entfachen.

Pharmakotherapie

Wer trotz Psychotherapie und einer gesünderen Lebensweise immer noch keinen hoch bekommt, der kann immer noch die pharmazeutischen Produkte zu raten ziehen. Die Forschung hat diesbezüglich in den letzten 10 Jahren einiges geleistet. Stichwort: Viagra. Aber das ist wirklich die letzte Möglichkeit! Viele nehmen es, aber die Wenigsten brauchen es tatsächlich. Das kann man mal machen, weil es Spaß macht, wenn man 50 ist und für Stunden eine Erektion wie ein 15-jähriger hat. Normal ist das aber nicht und auch nicht auf Dauer zu empfehlen. Eine Pille löst das Problem zwar für den Moment, aber nicht generell.

Fazit

Eine holzharte Erektion will jeder Mann immer haben, egal wo und wann und in welchem Alter. Wenn man sich nicht damit abfinden will, dass man einfach älter wird und es nicht mehr geht wie mit 17, dann gibt es Möglichkeiten diesbezüglich. Aber die blaue Pille für den Mann ist wirklich die letzte Möglichkeit. Wer Spaß im Bett wie ein 18-jähriger will, der sollte seinen Körper auch gesund halten und nicht erwarten, dass ein verbrauchter Körper noch in hohem Alter Höchstleistungen vollbringt. Letztendlich geht aber alles nur vom Kopf aus. Ein Mann ist immer nur so alt, wie er sich fühlt!