Gesundheits-Kiste.eu | Der Gesundheitsblog

Was tun, wenn die Haare weniger werden?

Schwinden die naturgegebenen Haare im Allgemeinen immer mehr und es entwickelt sich eine ‚Denkerstirn‘, wird hauptsächlich Männern bewusst, dass bei ihnen Haarausfall vorliegt. Dieser kann durch sehr unterschiedliche Gründe entstehen, wobei überwiegend die erblich bedingte Haarminderung als Ursache auftritt. 

Ausgedünnte Haare sind an kein Alter gebunden

Ausgeprägter Haarverlust bedeutet für die meisten Männer eine echte Lebenskrise. Pro Tag verliert jeder Mensch auf natürliche Weise etwa einhundert Haare. Sind es dagegen im Verlauf einer längeren Zeit wesentlich mehr, macht sich das in der Optik unausweichlich auch für andere Personen bemerkbar. Dieser Umstand kann bereits junge Menschen in den zwanziger Jahren betreffen. Bei anderen Personen tritt Haarausfall vielleicht erst zum Beginn der Rente auf. Manche behalten ihre volle Haarpracht sogar lebenslang.

Die Genetik stellt die Weichen für kahle Stellen

duennes-haarBei den meisten Männern liegt die Ursache für extremen Haarverlust in der Genetik – medizinisch: ‚Androgenetische Alopezie‘. Oft zeigen sich zuerst deutliche ‚Geheimratsecken‘, danach kann sich eine kreisrunde Stelle (Tonsur) im oberen Bereich des Kopfes bilden, die sich schleichend erweitert. Da es sich bei der androgenen Alopezie um Vererbung handelt, lässt sich bei der Betrachtung des Vaters oder auf Bildern des Großvaters erahnen, welche Zukunft die eigenen Haare zu erwarten haben.

Eine weitere Art von Haarausfall wird als ‚Alopecia Areata‘ bezeichnet. Hierbei greift der Haarverlust, der am gesamten Körper beobachtet werden kann, relativ schnell um sich. Dünnen sich die Kopfhaare allerdings insgesamt aus, ohne direkt kahle Bereiche zu hinterlassen, handelt es sich um ‚Diffuse Alopezie‘. Auf welche Weise sich der Verlust von Haaren bei Männern auch zeigt, für Betroffene bedeutet es meistens einen ästhetischen Makel. Diese Männer hinterfragen oft ihre Männlichkeit oder befürchten eventuell sogar eine beginnende Impotenz.

Gesunde Haarwurzeln wachsen lebenslang weiter

Um wieder volles Haar zu erlangen, bietet sich im Besonderen eine Haarverpflanzung an. Für die Entnahme gesunder Spenderhaare, die innerhalb der kahlen/ausgedünnten Bereiche wieder eingesetzt werden, sollte unbedingt ein ausreichender Haarkranz (Donor) existieren. Dieser Eingriff wird normalerweise mithilfe von zwei bewährten beziehungsweise anerkannten Techniken vorgenommen: die FUE-Methode (Follicular Unit Extraction/Einzelentnahme der Grafts) sowie die FUT-Methode (Follicular Unit Transplantation/Strip oder Streifen-Entnahme).

Bei der FUE-Methode entnimmt der Chirurg mithilfe einer extrem dünnen Hohlnadel einzelne Haarwurzeln aus dem verbliebenen Haarkranz und setzt diese umgehend in den vorbereiteten Bereichen ein. Bei Anwendung der FUT-Technik schneidet der Chirurg einen schmalen Hautstreifen aus dem Haarkranz auf dem sich gesunde Spenderhaare befinden. Diese werden von Spezialisten mithilfe eines hochauflösenden Mikroskops extrahiert und anschließend implantiert.

Unbedingt auf seriöse Institute/Kliniken achten

Um eine ästhetische Haartransplantation durchführen zu lassen, bieten sich diverse Spezialisten/Haarchirurgen in sehr unterschiedlichen Instituten an. Zudem muss nicht einmal eigenes Haar implantiert werden, um die Haarpracht zu erneuern. Es kann auch sogenanntes ‚Biofibre‘ (Kunsthaar) genutzt werden. Wer sich für eine Haarverpflanzung entscheidet, sollte zwingend sorgfältig recherchieren und Infos sammeln. Oftmals können auch spezialisierte Vermittler/Berater Hilfestellung bei der Auswahl leisten, damit der Eingriff von Erfolg gekrönt wird.

Have your say